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Namibia
11.4. - 3.5.2011

Ein langer Reisewunsch ging für uns endlich in Erfüllung. Namibia.

Die Reisebericht und die Reiseführer hatten nicht zuviel versprochen, Namibia ist ein wunderschönes Land.
Mit gerade mal etwas mehr als 2 Mio Einwohnern ist das Land sehr dünn besiedelt.
Durch seine Vergangenheit ist Namibia an einigen Stellen sehr deutsch geprägt. Namibia war von 1884-1915 eine deutsche Kolonie.

Wir hatten etwas mehr als 3 Wochen Zeit um das Land zu bereisen. Dafür hattten wir uns keinen Allradcamper gemietet.
Unser Tour ging erst nach Süden und dann ganz in den Norden an die angolische Grenze:

Windhoek
Nach einem recht angenehmen Nachtflug (wir schliefen die ganze Zeit) verbrachten wir den ersten Tag unserer Reise in Windhoek.

Da uns nicht viel Zeit für eigene Erkundungen blieb machten wir mit Windhoektours eine Stadtführung und es stellte sich heraus, dass dies eine gute Wahl war, da wir bestimmte Ecken nie auf eigene Faust besucht hätten.
Hier gehts zur Windhoekbildergalerie
Kalahari-Wüste
Am nächsten Tag machten wir uns mit unserem Camper auf Richtung Süden. Für uns war ein Campingplatz in der Kalahari-Anib-Lodge gebucht.
Wir freute uns auf Lagerfeuer und Grillen in der Natur.

Nach 4h Fahrt waren wir dann auch angekommen. Und es war wirklich ein ganz besonderer Platz der da für uns reserviert war.
Mitten in der Kalahari stand unser Camper und weit und breit keine Menschen. Wir hatten Wasser und Feuer.
Hier genossen wir unser erstes afrikanisches Steak, selbstgegrillt. Der Sonnenuntergang und der Sonnenaufgang waren mehr als beeindruckend.
Hier gehts zu den Bilder aus der Kalahariwüste.
Nach einem ausgiebigen Frühsstück in der Anib Lodge ging es für uns weiter Richtung Süden. Unser nächstes Ziel war der Fishrivercanyon.
Auf dem Weg dorthin kauften wir in Mariental Vorräte ein und Tankten voll.
Unser nächster Stopp war der Köcherbaumwld und der Spielplatz der Giganten.

Köcherbaumwald
Der Köcherbaum ist eigentlich kein Baum, sondern eine Aloe. Die Pflanzen sehen aus wie Bäume und sind ca. 200-300 Jahre alt.
Die Planzen stehen unter Naturschutz und sind hauptsächlich in Namibia zu finden. Dort trafen wir auch kleine lustige Klippschliefer.
Das sind schwanzlose Kleintiere die in Steinwänden leben. Sie waren echt putzig und gar nicht scheu.

Hier die Bilder vom Köcherbaumwald


Spielplatz der Giganten
Unweit des Köcherbaumwaldes lag der Spielplatz der Giganten, der unsere Fantasie anregte.
Zahllose Steine lagen wie dahingeworfen auf einem Gebiet mehrerer Fussballfelder. Es sah gerade so aus, als ob die Riesen das Spiel mit
den Bauklötzen unterbrochen hätten. Beeindruckend was Wind und Wetter aus Stein formen kann.
Bilder vom Spielplatz der Giganten
Auf unserer Weiterfahrt zum Fishrivercanyon führte uns die Strasse am Seeheim-Hotel vorbei. Wir stellten fest, dass die Strasse gesperrt war und fragten dort. Ein schwarze Frau erklärte uns, dass die starken Regenfälle die Straße weggespült hatte. Wir wollten aber nicht zurück und so entschlossen wir uns die Strasse trotzdem zu fahren.
Wir trafen noch 3 Französinnen die auch genug abenteuerlustig waren und so ging die Fahrt auf der Schotter-/Sandpiste von einem Wasserloch zum nächsten. Einen kleinen Fluss gab es zu überwinden, aber wir und die Mädels machten das Dank Allrad mit Bravour.Kurz vor dem Dunkelwerden (gegen 18 Uhr) waren wir da, machten uns ein lecker Steak auf dem Grill und genossen das Abendessen.So gegen halb 8 zog plötzlich ein Unwetter auf. Und es krachte und leuchtete nur so um uns umher. Wir verkrochen uns in die Fahrerkabine und nach 30 min war der Spuk vorbei. So eine Unwetter Mitten im „Niemandsland“ kann ganz schön unheimlich sein.


Fish River Canyon
Am nächsten Morgen standen wir wieder mit Sonnenaufgang auf um uns nach einem gemütlichen Freiluftfrühstück auf den Weg zum Fishrivercanyon zu machen.
Der Fishrivercanyon ist der zweitgrößte Canyon auf der Welr, direkt nach dem Grand Canyon. Er war ihm überhaupt sehr ähnlich, nur viel kleiner. Wanderungen in das Tal auf eigene Faust waren verboten, daher blieben wir an der Oberkante des Canyon.

Hier gehts zu den Bilder aus dem Fish River Canyon
Ai-Ais
Weiter ging es in eine Stichstrasse nach Ai-Ais. Eine Oase mitten in den Bergen.
Hierbei handelte es sich um eine Wellnessoase. Es gab dort eine heiße Quelle die es möglich machte dort ein Thermalbad zu betreiben. Wir nutzen natürlich die Gelegenheit um den Nachmittag in diesem Thermalbad zu verbringen. Es war richtig genial, Erholung pur!
Hier geht es zu den Bildern aus Ai Ais
Lüderitz
Am Samstagmorgen fuhren wir weiter nach Lüderitz.
Wieder fuhren wir die gesperrte Strasse und es war kein Problem. Dann ging es ausnahmsweise auf einer asphaltierten Strasse km-lang. Die Fahrt nach Lüderitz war sehr öde, nur Steine, Stein und nochmals Stein. Wir fragten uns wie Menschen auf die Idee kommen sich dort nieder zu lassen. Aber die Diamanten die es Anfang des 20.Jh. dort zu finden gab, lockten sehr viele Weiße in diese Gegend. Lüderitz war wie eine kleine deutsche Stadt mit recht schönen Häusern. Wir schlenderten durch die Stadt, genossen Cappuccino in einem netten Café und abends aßen wir im von Margae empfohlenen Seafoodrestaurant zu Abend. Und Sven war beim Frisör.
Hier geht es zu den Bilder aus Lüderitz

Kolmanskoppe
Sonntagmorgen machten wir eine Führung in der verlassenen Diamantenstadt Kolmanskoppe mit. Dort wurden über viele Jahre Diamanten abgebaut. Inzwischen ist alles nur vom Sand zerstört. Aber es lässt sich noch gut vorstellen, wie die Menschen dort gelebt und gearbeitet haben. Es muss eine harte Zeit gewesen sein dort in der Wüste eine Stadt aufrecht zu erhalten. Schienen einer Bahnstrecke mussten beispielsweise jeden Tag vom Sand freigeschaufelt werden.
Bilder folgen...

Namibias Wildpferde
Auf der Weiterreise fuhren wir an den Wildpferden vorbei. Wie diese Pferde nach Namibia gekommen sind ist ungeklärt. Man vermutet, dass sie zur Zeit der Kolonialzeit mit dem Schiff ankamen und dann einfach zurück gelassen wurden. Inzwischen leben sie schon in siebter Generation dort. Die Pferde haben sich der trockenen und wasserarmen Gegend angepasst, es ist deutlich zu sehen, dass sie kleiner sind als unsere Pferde.
Hier die Bilder von den Wüstenpferden.

Unsere kommende Nacht verbrachten wir in Klein-Aus-Vista auf einem der schönsten Campingplätze in Namibia.

Bilder folgen...
... Fortsetzung folgt...

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